Jochen Mai

Mut zur Lücke – Wachstum ist keine Frage von Defiziten

Wir wachsen nicht wegen unserer Schwächen. Wir wachsen nicht, weil wir uns zu sehr auf unsere Defizite konzentrieren! Oder anders formuliert: Stärken sollte man stärken und sich die Schwächen leisten. Warum letzteres so schwer ist, beschreibt Carmine Coyote im Slow Leadership Blog und gibt gleich noch ein paar Gegenstrategien auf den Weg:

  • Don’t waste energy looking for gaps and deficiencies. We all have some. Big deal.
  • Don’t assume the glass is half empty, when it’s simply half a glassful.
  • Don’t mistake fearful beliefs for reality, commonplace thoughts for truth, and worries for real problems. Nearly all such opinions and thoughts are wrong and the gaps don’t exist outside your mind.
  • Don’t focus on life’s negatives. It’s uncertain and difficult enough without adding to the problems.
  • Don’t buy the foolish idea you have a right to be happy. There’s no such right. Sometimes you’ll feel happy, sometimes sad and very often neither. That’s the way life is.
  • Stop watching your emotions. They’re not worth it. They go up, then down, then up again like the stockmarket. No one really knows why, whatever they try to tell you, not even mental health professionals. You can’t will your emotions go or stay where you want, so quit driving yourself nuts by trying.
  • A good way to start clearing up the problems in your life is by throwing away all your old, wrongheaded beliefs and assumptions. Many of them will be plain wrong; others will be long out of date.

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2 Reaktionen zu “Mut zur Lücke – Wachstum ist keine Frage von Defiziten”

  1. Die Kernaussage mag wahr sein. Aber vor lauer don´ts vermisse ich das do. Oder noch besser das how to. Disqualifiziert sich die Schreiberin nicht schon durch diesen Kardinalfehler in ihrer Komunikation?
    Manche dieser Aussagen finde ich sehr zweifelhaft. Insbesondere “Stop watching your emotions”. Es reicht ein Moment des Nachdenkens, um zu erkennen, wohin das führt. Ist dies ein Pladoyer für emotionsloses, unreflektiertes Ellenbogen-Gehabe? Außerdem ist die Beobachtung der eigenen Emotionen die Basis für Selbst-Coaching und zur Entwicklung Emotionaler Intelligenz.
    Erst propagiert sie positives Denken. Unter punkt 5 negiert Carmine eine zentrale These des Positiven Denkens. Was denn nun?
    Schließlich der Schluss: Throw away your wrongheaded beliefs…Den meisten Menschen fehlt die Weisheit gerade diese zu erkennen. Was soll ich denn nach diesem Artikel nun für richtig halten? Ich glaube, es gibt durchdachtere Artikel.

    Peter Rach am 23. November 2007 um 10:41 Uhr
  2. Ich verstehe den Hinweis “Stop watching your emotions” nicht als Aufforderung zu Gefühlsarmut oder dem Einstellen der Selbstreflexion, sondern als Warnung, Minderwertigkeitsgefühle wachsen zu lassen: Wir sehen andere Karrieren, andere Erfolge, die Stärken anderer - und fühlen uns auf einmal klein, unbedeutend, fehlerhaft, … So wie ich sie verstehe, sollten wir uns darauf nicht konzentrieren, sondern auf die eigenen Stärken.

    Jochen Mai am 23. November 2007 um 11:18 Uhr

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